18.06.2018

Bezahlbar Wohnen: Standortcheck prüft Potenziale und Wirtschaftlichkeit


Der Markt für preiswertes Wohnen ist in Nordrhein-Westfalen nach wie vor angespannt. Der Bedarf kann aktuell bei weitem nicht gedeckt werden, in vielen Gemeinden sind auch zukünftig Engpässe zu erwarten. Dabei geht es nicht ausschließlich um „Sozialwohnungen“. Vor allem in den Ballungsräumen entlang der Rheinschiene und rund um Münster schrauben sich die Mieten seit Jahren in immer neue Höhen. Selbst Familien mit normalem Einkommen haben Schwierigkeiten, sich adäquaten Wohnraum zu leisten.

Mit dem „Standortcheck Wohnen“ bietet NRW.URBAN interessierten Kommunen die Möglichkeit, Brachflächen, leerstehende Gebäude, größere Baulücken oder sonstige Flächen im Innenbereich untersuchen und prüfen zu lassen – mit dem Blick, ob sich dort eine Wiedernutzung für den Wohnungsbau wirtschaftlich realisieren lässt.

FAQs Standortcheck Wohnen


Muss es eine Fläche im Eigentum der Gemeinde sein oder kann die Fläche auch im Privatbesitz sein?

Für das Verfahren spielt es keine Rolle, wer Eigentümer der Fläche ist.

Bezieht sich "Standortcheck Wohnen" auch auf Geschossaufstockungen zur Nachverdichtung?

Das kommt auf den jeweiligen Einzelfall an.

Gibt es eine Untergrenze bei der Flächengröße?

Ja, die Untergrenze liegt bei etwa 5.000Quadratmetern. Im Einzelfall kann aber davon abgewichen werden.

Gibt es den "Standortcheck Wohnen" auch für die Nachnutzung von Gewerbeflächen?

Der "Standortcheck Wohnen" hat in erster Linie die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zum Ziel. In untergeordnetem Umfang können auf den zu untersuchenden Flächen auch weitere Nutzungen angestrebt werden.

Besteht die Möglichkeit im Vorfeld Einblick in die Kriterien des "Standortchecks Wohnen" bzw. die Voraussetzungen für die Auswahl der Flächen zu nehmen?

Ja, selbstverständlich. Die Kriterien sind im Internet oder dem Flyer zu entnehmen. Gerne berät NRW.URBAN aber auch persönlich.

Wie weit gehen Ihre Handlungsempfehlungen?

Auf der Grundlage einer Flächenanalyse, eventuell eines Grobkonzeptes und einer überschlägigen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung werden Handlungsempfehlungen formuliert, die als Basis für das
weitere Vorgehen dienen sollen. Großer Unsicherheitsfaktor ist der Ankaufspreis. Für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung werden die überschlägig ermittelten Entwicklungskosten und die ortsüblichen Bodenrichtwerte herangezogen.

Seit wann gibt es den Standortcheck Wohnen?

Das Instrument gibt es seit 2017.

Welchem Auswertungsschema folgt der Standortcheck Wohnen? Kann dieses der Kommune an die Hand gegeben werden?

Der "Standortcheck Wohnen" beinhaltet ein auf den Einzelfall und mit der jeweiligen Kommune abgestimmtes Leistungsprofil.

Gibt es auch einen Standortcheck Gewerbe?

Leider nein.

So funktioniert's:


Der „Standortcheck Wohnen“ steht den Kommunen kostenlos zur Verfügung. Die Kommunen wählen potenzielle Flächen auf ihrem Stadt- oder Gemeindegebiet aus. Die Experten von NRW.URBAN prüfen in einem Zeitraum von ungefähr drei Monaten, ob etwas und was auf den Flächen möglich ist. Bereits nach dieser kurzen Zeit erhalten teilnehmende Städte und Gemeinden einen qualifizierten Standortbericht mit Handlungsempfehlungen.

Ansprechpartnerin:


Kirsten Liene
Concepts
Karl-Harr-Straße 5
44263 Dortmund
Tel.: 0231 4341.270

Email: Kirsten.Liene@remove-this.nrw-urban.de


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