Dorsten

Quartiersmanagement und Ortsteilentwicklung


Von 2006 bis 2014 ist mit Mitteln des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau West“ in Dorsten-Barkenberg – einer ehemaligen Groß-Siedlung aus den 1960er und 1970er Jahren – auf beispielhafte Weise aus einem Problem-Quartier wieder ein familienfreundlicher Stadtteil entstanden. Unter der Regie von NRW.URBAN wurden im Zuge des Stadtumbaus zirka 300 Wohnungen, die Grundschule, ein Kindergarten und verschiedene marode Brücken abgerissen. Überdimensionierte Straßenzüge wurden von 27 Metern auf 6,50 Meter zurückgebaut. Die mehrgeschossigen Gebäude erhielten eine umfangreiche Verjüngungskur. Auf der Schulabrissfläche ist das Bewohnerprojekt „Blaue Schule“ entstanden. Dort leben in 32 neu gebauten, barrierefreien Mietwohnungen Familien, Alleinstehende und Paare aller Generationen.

Standortvorteile


  • Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf im Stadtteil integriert
  • Kindergärten, Kitas, eine Grundschule, eine Gesamtschule und ein Gemeinschaftshaus im nahen Umfeld
  • zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung direkt am Naherholungsgebiet Ruhr-Haardt (Fußball, Tennis, Tischtennis, Basketball, Schwimmbad, Wander- und Radfahrmöglichkeiten)
  • öffentlichen Verkehrsmittel nach Dorsten und in andere Richtungen sowie gute Verbindungen an das überregionale Autobahnnetz

Historie


Um den Bedarf an günstigen Wohnungen für die Belegschaft einer neu geplanten Doppel-Schachtanlage der Zeche in Wulfen decken zu können, wurde der Bau eines komplett neuen Stadtteils für 50.000 bis 60.000 Einwohner in Dorsten beschlossen: die „Neue Stadt Wulfen“. Unter dem Motto „Grün für alle“ wurde der Stadtteil unter Berücksichtigung eines wohlüberlegten ökologischen Stadtkonzeptes auf ehemals landwirtschaftlichen Flächen geplant. Barkenberg zeichnet sich durch ein konsequent vom Kfz-Verkehr getrenntes Fuß-Radwegenetz aus. Durch den Wechsel von Materialien, Formelementen, Geschosszahlen, größeren Grünflächen und durch ein geschlossenes Wegenetz versuchten die Planer, die neue Siedlung „menschenfreundlich“ zu gestalten. Bald stellte sich heraus, dass die ursprünglichen Planungen völlig überdimensioniert waren. Statt einer Doppelschachtanlage errichtete das Bergbauunternehmen nur eine einfache Schachtanlage. Statt der geplanten 8.000 arbeiteten dort nie mehr als 450 Menschen. In den 1990er Jahren geriet der Stadtteil zunehmend in die Krise. Viele Bewohner, vor allem die aus den Barkenberger Hochhäusern, zogen weg. Leerstände, eine hohe Fluktuation, der hohe Sanierungsbedarf, die Belegung vieler Wohnungen mit Migranten und sozial schwachen Familien verwandelten den einst als innovativ geltenden Stadtteil in ein Problemviertel. Die Stadt Dorsten reagierte mit einem Bündel an sozialen Maßnahmen, richtete einen Bürgertreff ein, rief die Wulfen-Konferenz ins Leben und installierte ein Streetwork-Projekt. Doch erst der radikale Stadtumbau brachte die Wende. Heute ist Dorsten-Barkenberg wieder ein beliebter Stadtteil – vor allem bei Familien mit Kindern.

Leistungen von NRW.URBAN


  • Projektsteuerung und Verfahrensmanagement
  • Perspektivenwerkstätten
  • Integrierte Handlungskonzepte
  • Abbruchbauleitung/Rückbaumaßnahmen
  • Initiierung und Begleitung von Bürgerprojekten
  • Bauberatung und Qualitätssicherung

Ihre Ansprechpartnerin


Birgit Breustedt
Projektmanagement
Karl-Harr-Straße 5
44263 Dortmund
Tel.: 0231 4341.239
Fax: 0231 4341.320
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