Duisburg-Hochheide

Quartiersmanagement und Ortsteilentwicklung


Grün soll es in Duisburg-Hochheide bald werden. Dort, wo noch fünf weiße und ein roter Riese – sechs Mega-Hochhäuser stehen – soll durch den Abriss von zwei Hochhäusern Raum für einen Park geschaffen werden. Nachdem es der Stadt Duisburg gelungen ist, zwei der so genannten „Weißen Riesen“ in Hochheide zu kaufen, wird nun ein umfangreiches Stadtteilsanierungsprojekt eingeleitet. Dieser wird zu 80 Prozent vom Land NRW mit 19,8 Millionen Euro gefördert. Für den Grunderwerb und Rückbau der Häuser sind davon allein 23,2 Millionen Euro eingeplant. 550.000 Euro sind für den Landschaftsbau vorgesehen, 550.000 Euro für die Stabilisierung und Aufwertung des Viertels. Die Mittel fließen unter anderem aus dem Städteförderungsprogramm „Soziale Stadt“. Mit der Mittelbewilligung konnte auch das Quartiersbüro Hochheide seine Arbeit aufnehmen. Hier arbeiten Experten von NRW.URBAN und der Wohnbund-Beratung NRW GmbH Hand in Hand. Das Team nimmt Bürgeranliegen, Bürgeranregungen und Beschwerden zur Ortsteilentwicklung entgegen.

Projektziele


  • Steigerung der Freiraumqualität im Viertel
  • Aktivierung der Bürger im Viertel, sich mit ihrem Wohnraum zu identifizieren und an der Umgestaltung mitzuwirken
  • Attraktivierung des Viertels für potenzielle neue Bewohner

Historie


Für den Bau der Weißen Riesen wurde in den 1970er Jahren ein großer Teil einer historischen Bergarbeiter-Siedlung abgerissen. Diesen Beschluss hatte bereits im Jahr 1969 der Rat der damals noch selbstständigen Stadt Homberg gefasst. Die günstigen Mietpreise im „Wohnpark Hochheide“ zogen vermehrt einkommensschwache Bürger in das Viertel. Die Arbeitslosen-Quote in Hochheide liegt heute bei über 30 Prozent. Auch der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund ist hoch – viele Kulturen mischen sich, nachdem zunächst Menschen nach den Jugoslawienkriegen in Deutschland Zuflucht suchten, später Aussiedler aus Russland hinzukamen und schließlich die Zuwanderung durch die Krise in Südeuropa und die EU-Osterweiterung stieg. Durch Immobilien-Spekulanten, die einige Hochhäuser verwahrlosen ließen, entstanden Leerstände und vielschichtige Problemlagen. Dem soll nun durch ein umfangreiches Rück- und Umbauprojekt entgegengewirkt werden.

Leistungen von NRW.URBAN


Eine Arbeitsgemeinschaft aus NRW.URBAN und der Wohnbund-Beratung NRW GmbH begleitet das Sanierungsverfahren im Stadtteil Duisburg-Hochheide. Mit Mitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt eröffnete am 12. Mai 2016 in einem Ladenlokal an der Moerser Straße 245 ein Quartiersbüro, das als zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger, die Initiativen im Stadtteil sowie alle am Sanierungsprozess beteiligten Akteure dient. NRW.URBAN bringt in die Projektgemeinschaft Erfahrungen aus über 30 Jahren intensiver Quartiersarbeit mit ein. Kernaufgaben der Arbeitsgemeinschaft sind Beratung und Betreuung von Antragstellern bei der Umsetzung des Fassadenprogramms sowie das Management eines sogenannten Verfügungsfonds. Das sind rund 20.000 Euro pro Jahr, die für Projekte, Aktionen und Maßnahmen, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst entwickelt oder vorgeschlagen werden, zur Verfügung stehen.

Ihre Ansprechpartnerin


Birgit Breustedt
Projektmanagement
Karl-Harr-Straße 5
44263 Dortmund
Tel.: 0231 4341.239
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Kontakt per E-Mail

und

Quartiersbüro Duisburg-Hochheide
Moerser Str. 245
47198 Duisburg
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