Ein zukunftsweisendes Modell

Freiheit Emscher


Ende 2018 schließt die letzte aktive Ruhrgebietszeche „Prosper Haniel“ in Bottrop. Damit entsteht an der Stadtgrenze zu Essen eine weitere 16 Hektar große Bergbau-Brache, die einer neuen Nutzung zugeführt werden muss. Vier ehemalige Bergbau-Standorte befinden sich bereits in der Nähe – zum Teil auf Essener, zum Teil auf Bottroper Stadtgebiet: die Welheimer Mark (33 Hektar), das ehemalige Kohlelager Sturmshof (20 Hektar), das ehemalige Kohlelager mit Hafen Coelln-Neuessen (40 Hektar) und das Gelände der ehemaligen Zeche Emil-Emscher (40 Hektar) – fünf Entwicklungsflächen mit einer Gesamtgröße von rund 150 Hektar in einem Planungsraum von insgesamt 17 Quadratkilometern.

Historie


Im Gesamtgebiet nördlich und südlich des Kanals kämpfen beide Städte schon länger mit Strukturproblemen. Viele Jahre hat die Stadt Essen gegen den wilden Autohandel rund ums Autokino gekämpft, um die negativen Auswirkungen auf die Stadtviertel im Essener Norden einzudämmen. Ebenso lange grübeln Bottroper Planer, wie sie die Flächen im Süden der Stadt besser an den Verkehr anbinden und so für Investoren attraktiver machen können. Das Gebiet queren zwei Wasserläufe: der Rhein-Herne-Kanal und die Emscher. 2016 haben die beiden Städte schließlich eine kluge Entscheidung getroffen: In Kooperation mit der RAG Montan Immobilien GmbH und mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen machen sie gemeinsame Sache – über kommunale und natürliche Grenzen hinweg, ohne Denkverbote, für ein zukunftsfähiges interkommunales Modell.

Standortvorteile


„Freiheit Emscher“ soll die neue Stadtlandschaft mitten im Ruhrgebiet heißen. Besonderes Potenzial sehen die Experten in der  Entwicklung der beiden ehemaligen Kohlelager nördlich und südlich des Rhein- Herne-Kanals. Die Wasserlage könnte unterschiedlichste Investoren locken: von wissens- und technologiebasierten Unternehmen bis zu Wohnungsbau, Gastronomie oder touristischen Angeboten ist hier vieles denkbar. Für die Leitbilder Städtebau und Freiraum schlagen die Planungsbüros vor, eine modulare Entwicklung des Gebiets zu verfolgen. Die fünf Gebiete sollen über sogenannte  „Attraktionskerne“ ein eigenes Profil erhalten, untereinander aber so verknüpft werden, dass das Gesamtgebiet abwechslungsreich und attraktiv erscheint.

Zeitlicher Rahmen


Bis 2026 werden alle  Flächen aus der Bergaufsicht entlassen sein, das eröffnet die historische Chance, das Gebiet durch neue Verkehrswege zu erschließen und völlig neue Entwicklungsszenarien zu entwerfen.  Grundlage für diese Planungen soll der Interkommunale Entwicklungsplan im Rahmen der Machbarkeitsstudie IKEP_Mitte sein, an dem die drei Projektpartner mit Unterstützung von NRW.URBAN seit Anfang 2017 arbeiten. Ende 2018 soll die Machbarkeitsstudie abgeschlossen sein. Danach geht der strategische Masterplan für die „Freiheit Emscher“ in die Umsetzungsphase.

Weitere Informationen


http://freiheit-emscher.de/

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