07.08.2020

Soest: Spatenstich Baugebiet „Neuer Soester Norden“


Soest. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben am Donnerstag, 31. Juli 2020, die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Neuer Soester Norden begonnen.

Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, Matthias Abel als Vorstand der Kommunalen Betriebe Soest, Klaus Eikenbusch vom Vorstand der Sparkasse SoestWerl, Stadtwerke-Geschäftsführer André Dreißen sowie Kirsten Liene von NRW.URBAN gaben den Startschuss für die Erstellung der Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie der Baustraßen. Zunächst wird nun die Baustelle eingerichtet. Am 10. August werden dann voraussichtlich die Bagger für die Erdarbeiten anrollen und ihre Arbeit aufnehmen.

Der Neue Soester Norden ist in mehrfacher Hinsicht ein Meilenstein der Soester Stadtentwicklung. „Mit rund 600 Wohneinheiten wird das Quartier einerseits einen starken Beitrag dazu leisten, die enorme Nachfrage nach Wohnraum in Soest zu decken. Dabei spielt der Bau von preisgünstigen Wohnungen in dem neuen Viertel eine große Rolle. Darüber hinaus erfüllt das Neubaugebiet höchste Ansprüche an den Klimaschutz“, fasst Dr. Ruthemeyer zusammen. Die Stadt Soest kann diese Ziele in dem Neubaugebiet gut umsetzen, weil sie Eigentümerin des Baulands ist und sie somit die Bebauungsplanung und die Vermarktungskriterien selber bestimmt. Starke Partner an ihrer Seite sind die NRW.URBAN und die Sparkasse SoestWerl sowie die Stadtwerke Soest hinsichtlich der klimaschonenden Infrastruktur im Baugebiet.

Die wichtigsten Eckdaten des Neuen Soester Norden im Einzelnen:

  • Das Wohnquartier zwischen Oestinghauser Landstraße, Weslarner Weg und Danziger Ring umfasst 35 Hektar. Im ersten Bauabschnitt entstehen 120 Einzel- und Doppelhäuser auf Grundstücken von 300 bis 700 Quadratmeter Größe. Die Erschließung des 1. Bauabschnitts soll im Sommer 2021 enden, so dass dann der Bau der Wohnhäuser beginnen kann.
  • Gestalterisch legt der Bebauungsplan Sattel- und Flachdächer vor. Helle Fassadenfarben und rote Dächer dienen dem Klimaschutz.
  • Die Versorgungsinfrastruktur - Frischwasser, Strom- und Heizenergie, Glasfaser – erstellt die Stadtwerke Soest. Die KBS lässt das Abwassernetz verlegen, die Stadtwerke Soest werden es betreiben.
  • Die Heizungs- und Warmwasserversorgung übernimmt ein Kaltes Nahwärme-Netz, welches besonders energieeffizient und damit klimafreundlich arbeitet. Die Stadtwerke Soest errichten im Neuen Soester Norden das bundesweit größte Kalte-Nahwärme-Netz.
  • Ebenfalls dem Klimaschutz dient die Vorgabe, dass die Wohngebäude mindestens dem Energieeffizienzstandard KfW 55 entsprechen müssen, in Teilabschnitten sogar dem noch besseren Standard Kfw 40plus. Darüber hinaus müssen Flachdächer begrünt werden. Die Ausrichtung der Dächer ist im Bebauungsplan so festgelegt, dass Solaranlagen effizient betrieben werden können.
  • Vorgärten müssen neben den Grundstückszufahrten und Wegen mindestens zu 30 Prozent bepflanzt werden, um das Gebiet ökologisch aufzuwerten. Zäune, Mauern und Gabionen sind als Grundstückseinfriedungen nur eingeschränkt erlaubt, der Bebauungsplan sieht vorwiegend Hecken vor. Baumpflanzungen sind auf Stellplatzanlagen und bei bestimmten Grundstücksgrößen vorgeschrieben.
  • Die Sparkasse SoestWerl vermarktet die Baugrundstücke. Die Bewerbungsphase ist für den 1. Bauabschnitt bereits abgeschlossen. Interessenten für den 2. Bauabschnitt können sich aber bereits vormerken lassen, indem Sie eine entsprechende E-Mail an info@remove-this.neuer-soester-norden.de schicken.
  • Soziale Aspekte spielen bei der Grundstücksvermarktung eine wichtige Rolle. Wenn es mehrere Interessenten für ein Baugrundstück gibt, werden beispielsweise Einheimische oder Familien mit Kindern bevorzugt.
  • Da in dem neuen Stadtviertel auch viele Kinder wohnen werden, bekommt der Neue Soester Norden auch eine neue Kindertagesstätte. Mit dem Bau der Einrichtung ist bereits begonnen worden.

Die Erschließung sowie der Bau der Häuser wird insgesamt mehrere Jahre dauern. „Für die Nachbarn in den bestehenden Wohngebieten bedeutet dies erfahrungsgemäß, dass es auch einmal Dreck und Lärm geben wird. Das lässt sich leider bei Baustellen dieser Größenordnung nicht vermeiden und ich bitte um Verständnis dafür“, erklärt Bürgermeister Dr. Ruthemeyer. Alle Beteiligten werden sich darum bemühen, Belästigungen so gering wie möglich zu halten oder schnell Abhilfe zu schaffen.


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