Soest

Baulandentwicklung im Soester Norden


Mit dem „Neuen Soester Norden“ entsteht derzeit das größte Neubaugebiet der Stadt: rund 600 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungen auf einer Fläche von rund 35 Hektar. Eine Besonderheit an dem neuen Soester Stadtteil wird die ökologische Wärmeversorgung sein. „Mit diesem Projekt kommen wir der für das Jahr 2030 angestrebten Klimaneutralität einen großen Schritt näher“, so Matthias Abel, Technischer Beigeordneter der Stadt Soest. Das Quartier sei eine „Blaupause“ für zukünftige Neuentwicklungen in der Börde-Stadt. Die Stadt Soest legte bei der Planung des Gebiets Wert auf ein einheitliches, maximal klimafreundliches Energiesystem. Ergänzt wird das Nachhaltigkeitskonzept der Siedlung durch Flachdachbegrünungen, Photovoltaik-Anlagen und Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge. 

Kommunale Entwicklung im Treuhandverhältnis


Planung und Koordination der Baumaßnahmen erzeugen komplexe Prozesse. Deshalb hat die Stadt Soest NRW.URBAN mit ins Boot geholt. Die Stadt Soest wurde Gesellschafterin der NRW.URBAN Kommunale Entwicklung GmbH, NRW.URBAN koordiniert nun alle Prozesse, die in dieser Größenordnung von der Kommune selbst nicht steuerbar gewesen wären. Der im Mai 2019 abgeschlossene Entwicklungsträgervertrag regelt das Aufgabenspektrum, das die Erschließung, Vermarktung, Bürgerberatung und Öffentlichkeitsarbeit umfasst.

Erschließung im ersten Bauabschnitt


Seit zwei Monaten laufen für den Westteil des Gebietes als ersten Bauabschnitt die Erschließungsarbeiten, Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle liegen weitgehend. Dem Ziel, im ersten Bauabschnitt im Mai 2021 mit dem privaten Hochbau zu beginnen, steht nichts im Wege. „Der Tiefbau als Grundlage für den privaten Hochbau soll im September 2021 komplett abgeschlossen sein“, so Christoph Teuber, Projektmanager Infrastruktur und Umweltplanung bei NRW.URBAN. Er hat schon den zweiten Bauabschnitt im Blick: „Im kommenden Jahr beginnen die Vorbereitungen für die Arbeiten an der zweiten, größeren Fläche, die circa 60 Prozent der Gesamtbaumaßnahme umfasst.“ 

Unabhängig von den Arbeiten am Wohngebiet selbst baut die Stadt in der Nachbarschaft eine neue Kinder-Tages-Einrichtung. Pünktlich zum Einzug steht für die kleinsten Bewohner der neuen Siedlung also eine wohnortnahe Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung. Auch in diesem Zusammenhang stehen für Christoph Teuber Abstimmungs- und Koordinierungsaufgaben an.

Vermarktung nach klaren Kriterien


Die Nachfrage nach Eigenheimen ist in Soest traditionell stark ausgeprägt. Daher werden etwa 440 der 600 Wohneinheiten als Einfamilienhäuser errichtet, wobei davon voraussichtlich etwa 60 Prozent freistehende, 25 Prozent Doppelhäuser und 15 Prozent Reihenhäuser sein werden, darunter auch Mietreihenhäuser, die ebenso wie 20 Prozent des Geschosswohnungsbaus öffentlich gefördert werden.

Im Vermarktungskonzept geht es nicht darum, für den Verkauf von Grundstücken zu werben, sondern ein gerechtes und transparentes System zu schaffen, um die zukünftigen Eigenheimbesitzer auszuwählen.“ Mit der Sparkasse SoestWerl hat die Stadt Soest eine Vermittlungsvereinbarung geschlossen. Das Geldinstitut kooperiert mit NRW.URBAN bei der Beratung der Kaufinteressenten, wenn es um Bonitätsprüfungen und Finanzierungsfragen geht und schließt mit den Bauherren die Grundstückskaufverträge. Einen umfangreichen Kriterienkatalog, um aus zahlreichen Bewerbern – im ersten Schritt geht es um 500 Interessenten für 135 Grundstücke – auszuwählen, haben Projektleiterin Kirsten Liene von NRW.URBAN und das Projektteam gemeinsam mit der Stadt Soest entwickelt.

Für die Vermarktung der Grundstücke im Bereich des Geschosswohnungsbaus wird das Team ein Konzeptvergabeverfahren anwenden Das eröffnet auch alternativen Investoren wie kleineren Wohnungsgenossenschaften und regionale Bauträgern gute Chancen. 

Leistungen NRW.URBAN


  • Planungen, operative Projektsteuerung
  • Erschließung
  • Bürgerberatung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Vermarktung

Hintergrund


Im Rahmen der Untersuchungen für ein Handlungskonzept Wohnen, das die Kommune 2018 veröffentlicht hat, hatte sich als Standort für ein neues größeres Wohngebiet eine Fläche zwischen Oestinghauser Landstraße und Weslarner Weg als optimal herausgestellt. Ein Großteil der Flächen befand sich bereits im Eigentum der Stadt. Weitere Grundstücke konnte sie im Vorfeld der öffentlichen Planung privaten Eigentümern abkaufen, so dass jetzt zusammenhängend rund 32 Hektar Bruttobauland zeitnah entwickelt werden können.

Ihre Ansprechpartnerin


Kirsten Liene
Concepts
Revierstraße 3
44379 Dortmund
Tel.: 0231 4341.270
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