Soest

Baulandentwicklung im Soester Norden


Mit dem „Neuen Soester Norden“ entsteht derzeit das größte Neubaugebiet der Stadt: rund 600 Wohneinheiten in Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnungen auf einer Fläche von rund 35 Hektar. Eine Besonderheit an dem neuen Soester Stadtteil wird die ökologische Wärmeversorgung sein. „Mit diesem Projekt kommen wir der für das Jahr 2030 angestrebten Klimaneutralität einen großen Schritt näher“, so Matthias Abel, Technischer Beigeordneter der Stadt Soest. Das Quartier sei eine „Blaupause“ für zukünftige Neuentwicklungen in der Börde-Stadt. Die Stadt Soest legte bei der Planung des Gebiets Wert auf ein einheitliches, maximal klimafreundliches Energiesystem. Ergänzt wird das Nachhaltigkeitskonzept der Siedlung durch Flachdachbegrünungen, Photovoltaik-Anlagen und Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge. 

Erschließung im 1. Bauabschnitt


Seit Mitte 2020 laufen für den Westteil des Gebietes als ersten Bauabschnitt die Erschließungsarbeiten, Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle liegen weitgehend. Der Tiefbau als Grundlage für den privaten Hochbau soll im September 2021 komplett abgeschlossen sein. In 2021 beginnen die Vorbereitungen für die Arbeiten an der zweiten, größeren Fläche, die circa 60 Prozent der Gesamtbaumaßnahme umfasst. 

Unabhängig von den Arbeiten am Wohngebiet selbst baut die Stadt in der Nachbarschaft eine neue Kinder-Tages-Einrichtung. Pünktlich zum Einzug steht für die kleinsten Bewohner der neuen Siedlung also eine wohnortnahe Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung.

Vermarktung


Die Nachfrage nach Eigenheimen ist in Soest traditionell stark ausgeprägt. Daher werden etwa 440 der 600 Wohneinheiten als Einfamilienhäuser errichtet, wobei davon voraussichtlich etwa 60 Prozent freistehende, 25 Prozent Doppelhäuser und 15 Prozent Reihenhäuser sein werden, darunter auch Mietreihenhäuser, die ebenso wie 20 Prozent des Geschosswohnungsbaus öffentlich gefördert werden.

Im Vermarktungskonzept geht es darum, ein gerechtes und transparentes System zu schaffen, um die zukünftigen Eigenheimbesitzer auszuwählen. Mit der Sparkasse SoestWerl hat die Stadt Soest eine Vermittlungsvereinbarung geschlossen. Das Geldinstitut kooperiert mit NRW.URBAN bei der Beratung der Kaufinteressenten, wenn es um Bonitätsprüfungen und Finanzierungsfragen geht und schließt mit den Bauherren die Grundstückskaufverträge. Einen umfangreichen Kriterienkatalog hat das Projektteam von NRW.URBAN gemeinsam mit der Stadt Soest entwickelt.

Für die Vermarktung der Grundstücke im Bereich des Geschosswohnungsbaus wird das Team ein Konzeptvergabeverfahren anwenden. Das eröffnet auch alternativen Investoren wie kleineren Wohnungsgenossenschaften und regionale Bauträgern gute Chancen. 

Ausschreibung: Grundstücke für den öffentlich geförderten Wohnraum


Mit Hilfe des aktuellen Bewerbungsverfahrens soll ein Investor gefunden werden, der im Baugebiet "Neuer Soester Norden" öffentlich geförderte Mietreihenhäuser errichtet und anschließend vermietet. Dabei sind neben den Anforderungen Wohnraumförderbestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen auch die Planungsziele im Rahmen der Baugebietsentwicklung zu berücksichtigen. Die Ziele sind dabei neben der Berücksichtigung ökologisches Aspekte vor allem eine hohe architektonische Qualität der Gebäude, die sich auch durch eine abwechslungsreiche Gestaltung von mindestens drei Gebäudetypologien für die Reihenhauszeile in einem harmonischen Gesamtbild ergibt. Für die Bereitstellung von öffentlich gefördertem Wohnraum ist im ersten von zwei Bauabschnitten eine Fläche von ca. 4.615 m² für die Errichtung von ca. 18 Reihenhäusern vorgesehen. Die Stadt Soest beabsichtigt, dieses Bauland einem Investor zu veräußern, der gemäß dem Vermarktungskonzept der Stadt öffentlich geförderte Mietreihenhäuser realisiert.

 

Weitere Informationen für interessierte Bauträger:

 

Bewerbungsfrist: 30.06.2021, 16 Uhr

 

Info und Bewerbung: 

neuer-soester-norden@nrw-urban.de

Leistungen NRW.URBAN


Planung und Koordination der Baumaßnahmen erzeugen komplexe Prozesse. Deshalb hat die Stadt Soest NRW.URBAN mit ins Boot geholt. Die Stadt Soest wurde Gesellschafterin der NRW.URBAN Kommunale Entwicklung GmbH, NRW.URBAN koordiniert nun alle Prozesse, die in dieser Größenordnung von der Kommune selbst nicht steuerbar gewesen wären. Der Entwicklungsträgervertrag regelt das Aufgabenspektrum, das die Erschließung, Vermarktung, Bürgerberatung und Öffentlichkeitsarbeit umfasst.

  • Planungen, operative Projektsteuerung
  • Erschließung
  • Bürgerberatung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Vermarktung

Hintergrund


Im Rahmen der Untersuchungen für ein Handlungskonzept Wohnen, das die Kommune 2018 veröffentlicht hat, hatte sich als Standort für ein neues größeres Wohngebiet eine Fläche zwischen Oestinghauser Landstraße und Weslarner Weg als optimal herausgestellt. Ein Großteil der Flächen befand sich bereits im Eigentum der Stadt. Weitere Grundstücke konnte sie im Vorfeld der öffentlichen Planung privaten Eigentümern abkaufen, so dass jetzt zusammenhängend rund 32 Hektar Bruttobauland zeitnah entwickelt werden können.

Ihre Ansprechpartnerin


Kirsten Liene
Konzepte und Entwicklung
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Tel.: 0231 4341.270
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